Blutdruck – hoch oder niedrig

Der Blutdruck steht für die Kraft (den Druck) des Blutes in einem Blutgefäß, wobei es in verschiedenen Bereichen des Blutkreislaufes unterschiedliche Druckverhältnisse geben kann. Der normale Blutdruck liegt idealerweise bei ca. 120/80 mm Hg, wobei noch keine persönlichen bzw. individuellen Abweichungen enthalten sind. Von Bluthochdruck spricht man bei einem Wert von ca. 140/90 mm Hg aufwärts. Bluthochdruck hat eine negative Auswirkung auf die Gesundheit und eine eingeschränkte Lebenserwartung.

Doch was lässt den Blutdruck von der »Norm« abweichen? Bluthochdruck ist meist ein Ausdruck von mangelnder Eigenliebe und Selbstunterdrückung, die auf Erfahrungen in der Kindheit zurückzuführen sind. Diese Erfahrungen haben den Menschen so geprägt, dass er noch im Erwachsenenalter seine Probleme mit Menschen, Systemen und Autoritäten hat. Einhergehend mit extremen Minder­wertigkeitsgefühlen leben diese Menschen mit ihren ungelösten emotionalen Problemen eine Vogel-Strauß-Thematik. Kopf in den Sand und durch.

Ein Mann wurde mit einer Behinderung an den Füßen geboren. Seine Kindheit war geprägt von Krankenhausaufenthalten und diversen Operationen. Die Behinderung konnte jedoch nicht »aufgehoben« werden. Sein Leben war geprägt dadurch, dass er sich als Kind nicht in der Weise entfalten und entwickeln konnte, wie es andere Kinder in seinem Alter taten. Er war wütend auf all das Erlebte, auf die Krankenhäuser, die Ärzte. Durch die Behinderung hatte er auch Probleme auf Frauen zuzugehen und eine Partnerin für sich zu gewinnen. Er gab auf, haderte mit seinem Schicksal. Das Erkennen der Zusammenhänge ließ den Blutdruck fallen. Gemeinsam arbeiteten wir noch am Selbstwertgefühl und siehe da, da kam auch die Liebe in sein Leben.

Menschen mit niedrigem Blutdruck suchen ihr »Seelenheil« im Außen. Sie haben ein großes Verantwortungsbewusstsein, vor allem auch für andere Menschen. Dabei zeigt sich auch eine gewisse Strenge gegenüber sich und anderen, die sich auch in einem übersteigerten Perfektionismus zeigen kann. Ein niedriger Blutdruck zeigt sich oft durch eine mangelnde Liebe und Anerkennung als Kind.

Auch dazu eine kleine Geschichte. Eine junge Frau hatte ihr ganzes Leben immer mit niedrigem Blutdruck zu kämpfen. Immer wieder musste der Blutdruck mit Medikamenten »gestützt« werden. Oft fühlte sie sich schwach, schlapp und müde. Wir haben ihre Kindheit und das Verhältnis zwischen ihr und ihren Eltern analysiert und uns dabei genau das Verhalten der Frau angeschaut. Der Schlüssel lag genau da begraben. Für die Mutter war sie nicht der erwünschte Sohn und das ließ diese die Frau auch entsprechend spüren. Sie konnte ihr nichts Recht machen. Sie hörte immer nur: »das kannst du nicht, du bist zu blöd dafür, lass das mal lieber sein«. Nun entwickelte die Frau eine für sie einmalige Theorie, um die Liebe der Mutter zu erhalten: sie legte für sich eine Strenge an den Tag, der bereits als Kind im Bereich Schule zu übertriebenem Perfektionismus führte. Jeder Buchstabe, jede Zahl musste wie „gedruckt“ sein. Sie wollte, dass die Mutter stolz auf sie war, sie liebte und anerkannte. Auch später im Beruf und der Partnerschaft pflegte die Frau ein gewisses »Helfersyndrom«. Erst als sie diesen Zwang ablegte und das Helfersyndrom in eine Selbstliebe wandelte, konnte sie sich von Medikamenten befreien und der Blutdruck regelte sich in »normale Bahnen«.

Schreibe eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.