Arthrose, Gicht, Rheuma

Bei diesen Krankheitssymptomen zeigt uns unser Körper, dass wir uns nur um andere kümmern und nicht um uns selbst. Hier zeigt sich das typische Helfersyndrom. Aber auch sich ausgenutzt oder schikaniert fühlen. Meistens haben Menschen mit diesem Krankheitsbild auch einen gekrümmter kleiner Finger.

Sind wir mal ehrlich. Jetzt haben Sie ihren kleinen Finger begutachtet. 😊

Gicht, Rheuma und Arthrose sind für den Patienten sehr schmerzhafte Erkrankungen, die bis zur völligen Bewegungslosigkeit führen können. Ganz nach dem Motto: für euch mach ich z.B. keinen Finger mehr krumm. Und doch handelt es sich nicht – wie oft irrtümlich angenommen – um ein und die selbe Krankheit. Da gibt es doch den ein oder anderen Unterschied. Die Medizin nennt es Arthrose, wenn der Gelenkknorpel durch Über- und Fehlbelastungen, aber auch durch Verletzungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei einer Arthritis handelt es sich um eine entzündungsbedingte Gelenkerkrankung und von Gicht spricht der Mediziner, wenn sich durch eine vermehrte Harnsäureeinlagerung im Blut die Harnsäurekristalle in Gelenken, Schleimbeuteln, Sehnen und Ohrknorpel ablegen. Gicht ist demnach keine degenerative oder entzündliche Krankheitsvariante, sondern eine Stoffwechselstörung. Beim Rheuma handelt es sich um einen Oberbegriff, unter dem unterschiedliche Ausprägungen zusammengefasst werden. Neben entzündlichen Erkrankungen, wie z. B. Arthritis und den degenerativen, wie z. B. Arthrose gehören auch der Weichteilrheumatismus beispielsweise Schleimbeutelentzündungen, Muskelrheumatismus und der sogenannte Tennisellenbogen dazu[1].

Arthritis und Arthrose

Wenn sich in unserem Leben Arthritis oder Arthrose zeigt, dann fühlen wir uns als Opfer gewisser Lebensumstände. Dadurch, dass wir nicht mehr so können wie wir wollen, bekommen wir die Aufmerksamkeit die wir so gerne haben wollen. Aber auch, dass wir nicht mehr gewillt sind, für die Anderen der Diener zu sein. Es ist eine unbewusste Wut und Ohnmacht, da man nicht sein eigenes Leben, seinen Seelenweg gehen durfte. Das hat nichts damit zu tun, dass wir nicht die Möglichkeit hätten, unseren ureigensten Seelenweg zu gehen. Durch Erziehung, Dogmen und krampfhaftem Festhalten daran, mit den entsprechenden Glaubenssätzen gespickt, fühlen wir uns machtlos. Dabei zeigen sich diese Menschen im Leben meist stark, zuweilen herrschsüchtig und arrogant gegenüber ihren Mitmenschen. Menschen mit Arthrose suchten ihr Leben lang nur Anerkennung und Wertschätzung für die buchstäblich aufopfernde Arbeit gegenüber ihren Mitmenschen. Ein Schrei nach Liebe. Doch alles ist so beschwerlich, negativ und voller erniedrigenden Gefühlen. Durch die aufopfernde Haltung verleugnen sie sich selbst. Denn wer sich nur um andere kümmert hat Angst vor seinen eigenen tiefen Gefühlen, die ausgelebt werden wollen.

Eine Frau kam einmal zu mir, weil sie den Tod ihrer Mutter nicht verkraften konnte. Sie litt immer noch unter einer tiefen Trauer, und das, obwohl der Tod schon eine Weile her war. Sie konnte nicht verstehen, dass ihre Mutter, die wegen eines starken Arthrose-Schubes ins Krankenhaus kam. Direkt nach der Einlieferung ins Krankenhaus verstarb die Mutter. Die Mutter war ihr ganzes Leben immer für die Familie da, hatte sich immer in den Hintergrund gestellt. Die Mutter sagte jedoch auch immer: »ich möchte niemandem zur Last fallen, wenn ich einmal alt werde«. Das erklärte alles. Im Tod hat die Mutter das »getan«, was sie wollte – niemandem zur Last fallen und gepflegt werden. Dieses Verständnis löste auch bei der Tochter die depressive Phase. Manchmal liegt die Erklärung so nah.

[1] http://www.gesunder-koerper.info/krankheitsbilder/bewegungsapparat/rheuma-arthrose-arthritis-gemeinsamkeiten-und-unterschiede 22.03.2018

Schreibe eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.